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  • Susanne Wiedl

Referenztext vs. Probetext

Bei Anfragen durch Autoren kommt es immer mal wieder vor, dass ich gebeten werde, sogenannte Referenztexte herauszugeben, um ein Gefühl für meinen Schreibstil zu vermitteln.


Dieser Wunsch ist für mich absolut nachvollziehbar. Er ist jedoch aus zwei Gründen schwierig zu realisieren:


1. Als Ghostwriter unterliege ich der Geheimhaltungspflicht meinen Kunden gegenüber. Ich gebe also weder Namen des Autors, noch seinen Buchtitel oder den Inhalt seines Buches preis.


2. Ein Referenztext spiegelt ein verzerrtes Bild wider. Der Referenztext wurde individuell für einen ganz bestimmten Autor mit einer ganz bestimmten Expertise und seiner Zielgruppe verfasst.


Der Referenztext sagt daher lediglich bedingt etwas über meine Skills und meinen Schreibstil aus.


Als Schreibende bin ich in der Lage, Content in unterschiedlichen Sprachebenen und Stilrichtungen auszudrücken und mich flexibel an die Anforderungen des Autors anzupassen.


Was ich für Person A schreibe, passt nicht für Person B, C, D und andersherum. Jeder Autor bringt seine eigene Geschichte mit, seine individuelle Expertise und seine ganz eigene Persönlichkeit.


Diese Parameter wollen berücksichtigt werden, damit das Buch die Handschrift des Autors, seine Sprache, seinen Charakter und seine Aussage erhält.


Ich schlage deshalb in diesen Fällen dem Autor vor, dass ich einen Probetext anfertige. Einen individuell auf ihn zugeschnittenen Text. Der Umfang hängt dabei von den Wünschen des Autors ab.


Mein Probetext ist für den Autor ein verlässlicher Indikator. Er zeigt ihm an, ob wir sprachlich und stilistisch zueinander passen.


Die persönliche Chemie steht auf einem anderen Blatt.


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